Working Goats

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Wie sieht es denn mit Zugarbeit aus?

Traditionell - schauen wir wieder mal bei den Pferden - begann man die Ausbildung eines Pferdes mit der Zugausbildung im ZWEISPÄNNER! D.h. diesem jungen Tier wurde nicht nur ein erfahrener Gespannpartner dazugestellt, um seine Unerfahrenheit auszugleichen, sondern auch, um ihm die Arbeit zu erleichtern.

Dies machte man mit Dreijährigen, die gingen dann ca. ein Jahr vor der Kutsche und wurden dann vier- bis fünfjährig angeritten. Durch die Zugarbeit hatten sie bereits Umwelterfahrungen gesammelt und Muskeln aufgebaut.

Also könnte man auch mit jüngeren Ziegen Zugarbeit machen?

Jein! Nochmal oben nachlesen, die jungen Pferde gingen im Zweispänner. Man braucht also eine gut ziehende, ältere Ziege als Partner. Und auch diese Arbeit sollte meiner Meinung nach nicht vor dem vollendeten zweiten Lebensjahr beginnen.

Warum? Weil oben genannte Studien auch ergeben haben, dass sich die Wachstumsfugen, die durch Zugarbeit belastet werden (das ist das Schulter/Oberarmgelenk und das Knie- und Sprunggelenk) erst zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr schliessen (die Wachstumsfugen am rumpfseitigen Ende von Oberarm bzw. Oberschenkel in Steinböcken sogar erst zwischen 11 und 12 Jahren), bei Kastraten ggfs. später.

Wir haben bei der Zugarbeit zwar so gut wie keine Belastung auf der Wirbelsäule (PASSENDE Ausrüstung und Kutsche vorausgesetzt!) aber erhöhte Belastung auf den Gelenken der Beine.

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