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  • Zu schnell zu viel fordern (im Fachjargon: zu großschrittig vorgehen):

    Der schnelle Erfolg beim Training mit positiver Verstärkung kann dazu verführen, nach den ersten positiven Resultaten dann zu schnell voran zu gehen, die einzelnen Trainingsschritte immer grösser werden zu lassen und dabei aus den Augen zu verlieren, ob der Schüler den vorherigen Trainingsschritt überhaupt verstanden hat.

    Verführt durch die guten Resultate mit Anfragen, ob ich Freddie berühren darf, wenn ich aufrecht stehe, hatte ich an diesem Tag die Anforderung für Berührung zu schnell verändert. Für uns mag eine Änderung von „aufrecht“ zu „gebückt“ nicht viel bedeuten (und für Tiere, die ein tief gehendes Vertrauen zum Menschen haben, auch nicht) aber für Freddie war das eine enorme Änderung in den Spielregeln.

    Dies hat er auf seine Art und Weise zu verstehen gegeben: er ging einen Schritt zurück.

    Solch ein Verhalten ist keine Widersetzlichkeit, sondern ein körpersprachliches „hey, das geht mir grade zu schnell, das kann ich nicht aushalten!“

    Und ich hätte das mit einem Strick und/oder Festhalten sehr viel schneller lösen können aber hätte dann vermutlich Freddie’s noch wackeliges Vertrauen in mich, die neuen Regeln und das Clickerspiel in Gefahr gebracht.

  • Der Schüler bestimmt nämlich nicht nur, für welche Belohnung es sich lohnt, am Spiel teilzunehmen, sondern auch, in wie kleinen oder grossen Schritten die Anforderungen, die Regeln des Spieles geändert werden können.

     

    Schlußbemerkung: was ich hier bespreche, sind nur Teile der Lerntheorie, die Basis jedes Trainings - nicht nur Clickertraining - sein sollte. Hierzu werde ich im Verlauf des Blogs immer wieder schreiben.

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