Working Goats Blog

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Neue Aufgaben und Stolpersteine

 

Den August 2015 spielen Freddie und ich mit zwei Dingen: halftern und Füsse geben.

 

Das halftern möchte ich genauso aufbauen, wie es mit vielen Pferden trainiert wird, nämlich, dass er eigenständig den Kopf in das ihm präsentierte Halfter steckt und dann so lange still hält, bis das Halfter geschlossen ist.

 

Dieses eigenständige „Kopf in’s Halfter stecken“ kann sich dann später zu einem „ich bin bereit“-Signal entwickeln, mit dem er mir signalisieren kann, ob er mental für ein Trainingsspiel bereit und in der Lage ist.

Ich fange damit an, ihm Halfter und Strick zu präsentieren und jedes anschauen, später das berühren des Halfters zu clicken. Hier muss ich anfangs etwas tricksen, weil er sich weiterhin sehr stark auf meine Hand als Target fixiert und, als hätte er mentale Scheuklappen auf, andere Objekte nicht als mögliche Targets wahrzunehmen scheint.

 

Nach ein paar Durchläufen wird ihm allerdings klarer, dass ich „Nase am Halfter“ möchte und nicht „Nase an Hand“.

 

Für das Kopf in die Nasenöffnung stecken fange ich erstmal mit einem grösseren Durchmesser an und forme einen Ring mit dem Genickstück. Hier geht es noch nicht um akurates Umsetzen, sondern um generelles Verstehen der Trainingsidee „steck‘ Deinen Kopf in etwas hinein“.

 

Ich könnte mir das in Zukunft noch leichter machen, indem ich mit einem stabilen Ring aus z.B. Gartenschlauch o.ä. arbeite, der nicht kollabiert und den ich einhändig halten kann (das würde mir ein schnelleres Füttern nach dem Klick erlauben).

 

Es dauert aber trotzdem nur ein paar Tage, bis Freddie die Nase zuverlässig auch durch den Nasenriemen steckt und ich kann die Anforderung nun so verändern, dass er die Nase länger im Nasenriemen hält und dann auch noch den Kopf stillhält, wenn ich den Genickriemen schliesse.

 

Das muss ich in mehrere kleine Schritte unterteilen, denn er versucht immer wieder, meiner Hand zu folgen, wenn die in Richtung Ohren/Genick geht.

 

Füße heben/Klauen schneiden

 

Nach diesem Erfolg ist das nachfolgende Training zum Füsse heben für’s Klauenschneiden leider weniger effektiv. Hier schleichen sich Timingfehler meinerseits ein. Ich versuche zuerst, zu clicken, dass Freddie Berührung an den Beinen toleriert und nicht sofort die Beine hoch- oder wegzieht. Da Freddie sehr schnell reagiert, clicke ich mehrmals zu spät und verstärke das wegziehen.

 

Daraufhin wechsle ich zu einem Trainingsansatz, bei dem ich das hochheben des Beines und platzieren in meine Hand shapen will. Mit den Vorderbeinen geht das zwar recht schnell aber das Verhalten entwickelt sich rasant in Richtung des Werbeverhaltens brünstiger Böcke (spanischer Schritt).

 

Berührung der Hinterbeine oder shapen, dass er die Hinterbeine selbst anhebt, ist noch schwieriger und klappt fast überhaupt nicht.

Als ich mich an dieser Übung festbeisse, riskiere ich fast Freddie’s Kooperationsbereitschaft und muss nach mehreren Durchgängen das dann komplett einstellen. Klauen geben ist bis heute noch unsere „Baustelle“.